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Kulturzentrum Kreuz

Aus Enzyklopädie Fulda

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Das Kulturzentrum Kreuz, abgekürzt meist Kreuz ist ein Kulturzentrum in Fulda. Es ist ein überregional bekannter Treffpunkt im osthessischen Nachtleben und bekannter Ort kultureller Veranstaltungen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

1973 öffnete in Fulda die heutige Hochschule Fulda (damals noch Fachhochschule). Einige Studenten wollten nach dem Ablegen des Diploms 1977 im Fach Sozialarbeit im Rahmen einer Projektgruppe ein Kinder- und Jugendheim gründen. Da als Vorbedingung für die finanzielle Unterstützung durch den Landeswohlfahrtsverband ein einjähriger Betrieb ohne Förderung notwendig war, beschloss ein Kollektiv ehemaliger Studenten, das Geld durch den Betrieb einer Kneipe zu erwirtschaften. Im Oktober 1977 eröffneten sie im Fuldaer Stadtteil Horas die Kneipe Kreuz. Nach einem Jahr verabschiedete man sich von der Idee einer Kinderheimgründung und entwickelte das Lokal weiter, dass sich, auch weil andere Treffpunkte für Studenten fehlten, zu einer Szenekneipe entwickelte. 1982 waren einige der Kollektivmitglieder Mitgründer des lokalen Verbandes der Grünen.

In den folgenden Jahren wurde ein angrenzender Biergarten eröffnet und Anfang der 1980er zwei neue Säle gebaut. Zur Eröffnung im Oktober 1984 trat die Band Fehlfarben auf.

Seit der zweitden Hälfte der 1980er begann man, Lokale in und um Fulda zu pachten oder zu mieten. 1988 mietete man das Nachtcafé in der Fuldaer Innenstadt, 1990 das Rädchen. Anfang der 1990er stellte sich auch die Frage der handelsrechtlichen Haftung. Die Mitglieder des Kollektivs gründeten daher die Kreuz Kultur- und Gaststätten GmbH. 1995 wurde der Club vibe! eröffnet, der sich auf Acid Jazz und Drum ’n’ Bass spezialisierte. Die CaféBar22, gegründet im Oktober 1995, war auch das erste Internetcafé Fuldas, damals ausgestattet mit zwei Computern mit Analogmodem. Außerdem wurden 1997 der Club24 im Fuldaer Museumskeller und das Museumscafé gegründet. Ab 1999 betrieb man den Kulturkeller. Ab 2003 ist die Kreuz GmbH Mitveranstalter des Burg-Herzberg-Festivals. 2004 wurde ein Familienbiergarten eröffnet, von 2005 bis 2007 das Gasthaus Zum Löwen betrieben. 2007 feierte das Kreuz dreißigjähriges Bestehen.

Im Frühjahr 2008 eröffnete das Kreuz im Kulturkeller, einem Raum des ehemaligen Club 24, einen neuen Club. Der *neidclub ist ein Szeneclub, in dem HipHop, House, Electro und MashUp gespielt wird.

[Bearbeiten] Kulturelle Bedeutung

Das Kreuz versteht sich selbst als Einrichtung, die vielen gängigen Kulturformen einen Platz gibt. Neben Rock-, Punk- und Weltmusikkonzerten finden auch Veranstaltungen von Theater- und Kabarettkünstlern statt. Zielgruppe sind meist jüngere Bürger. Die Kulturarbeit wurde vom Land Hessen gefördert. Ab 1992 erhielt der Verein Kulturzentrum Fulda e.V., Träger der Kulturarbeit in den Einrichtungen, eine jährliche Projektförderung von 100.000 DM. Nach massiven Kürzungen unterstützen lokale Unternehmen die kulturelle Arbeit.

Im Laufe der Jahre traten zahlreiche prominente Künstler im Kreuz selbst oder den dazu gehörigen Orten auf. Highlights waren Auftritte der Ärzte (insgesamt drei Auftritte), der Toten Hosen, Rosenstolz (1994), der Fantastischen Vier (1995), Rammstein (1996), Juli (2006) und Silbermond (2006). Außerdem traten beispielsweise Urban Priol, Helge Schneider, Franz Josef Degenhardt, Wir sind Helden, Stefan Raab, Wizo, Fettes Brot, In Extremo, John Mayall, Eric Burdon und Tocotronic auf. Die aus dem Fuldaer Raum stammende Band Edguy trat mehrfach im Kreuz auf und konnte dadurch ihre Bekanntheit überregional steigern. Im Februar 1993 trat Joschka Fischer im Rahmen des Wahlkampfes im Kreuz auf.

[Bearbeiten] Quellen

  • 30 Jahre Kreuz: 1977 bis 2007. Eine Retrospektive aus 3 Dekaden Kulturarbeit.

[Bearbeiten] Weblinks

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